23A040 NEU: Volksfrömmigkeit und Reformchristentum im Hochmittelalter
An der Wende zum 13. Jahrhundert erlebte die Volksfrömmigkeit in Mitteleuropa eine erste Blüte. Heilige, vor allem die Mutter Gottes Maria, wurden als Fürsprecher im Jenseits verehrt, während vermeintliche Überreste (Reliquien) der Gefährten Jesu in geradezu heidnisch anmutenden Ritualen Anbetung fanden. Pilgerfahrten zu den Gräbern von Heiliggesprochenen wurden fester Bestandteil christlichen Volksglaubens.
Demgegenüber stand eine Kirchenführung in Rom und in den Bistümern, die sich zunehmendem Reformdruck ausgesetzt sah. Korruption, Ämterkauf und Verweltlichung prägten seit dem Investiturstreit des 11. Jahrhunderts zunehmend das Erscheinungsbild des lateinischen Christentums. Als Reaktion darauf wurden die Mönchsgemeinschaften der Franziskaner und Dominikaner gegründet – „Bettelorden“, die sich nach wie vor dem Armutsideal des Urchristentums verpflichtet fühlten.
Sessions
| Date | Zeit | Location |
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| Mi, 21.10.2026 | 18:00 - 19:30 | Same as course |