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DESCRIPTION:An der Wende zum 13. Jahrhundert erlebte die Volksfrömmigkeit
  in Mitteleuropa eine erste Blüte. Heilige\, vor allem die Mutter Gottes 
 Maria\, wurden als Fürsprecher im Jenseits verehrt\, während vermeintlic
 he Überreste (Reliquien) der Gefährten Jesu in geradezu heidnisch anmute
 nden Ritualen Anbetung fanden. Pilgerfahrten zu den Gräbern von Heiligges
 prochenen wurden fester Bestandteil christlichen Volksglaubens.\nDemgegen
 über stand eine Kirchenführung in Rom und in den Bistümern\, die sich z
 unehmendem Reformdruck ausgesetzt sah. Korruption\, Ämterkauf und Verwelt
 lichung prägten seit dem Investiturstreit des 11. Jahrhunderts zunehmend 
 das Erscheinungsbild des lateinischen Christentums. Als Reaktion darauf wu
 rden die Mönchsgemeinschaften der Franziskaner und Dominikaner gegründet
  – „Bettelorden“\, die sich nach wie vor dem Armutsideal des Urchris
 tentums verpflichtet fühlten.
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