262S145010 Was Demenz für die Partnerschaft bedeutet - Wenn sich die Rollen innerhalb der Beziehung plötzlich verändern
Eine Demenz-Diagnose ist oft die Bestätigung dessen, was sich aufgrund zunehmender Vergesslichkeit bereits angedeutet hat. Für Paare bedeutet sie jedoch weit mehr: Mit dem Fortschreiten der Erkrankung gerät die gewohnte Partnerschaft in ein Ungleichgewicht. Der geliebte Partner von einst, mit dem man Erinnerungen, Zukunftsträume und den Alltag teilte, wird zunehmend auf Unterstützung angewiesen.
Die Beziehung verändert sich spürbar: Gemeinsame Erinnerungen, die bisher das Fundament der Partnerschaft bildeten, verschwinden nach und nach. Damit verlieren Paare ein Stück ihrer gemeinsamen Geschichte. Gleichzeitig vollzieht sich ein Rollenwechsel - aus Partnerinnen und Partnern werden Pflegende und Betreuende.
Das stellt beide Seiten vor große Herausforderungen: Nähe und Vertrautheit müssen unter neuen Bedingungen gestaltet werden. Wichtig ist, trotz aller Veränderungen Wege zu finden, Zuneigung und ein Wir-Gefühl zu bewahren. Offenheit, Geduld sowie das Annehmen von Hilfe und Entlastung können entscheidend sein, um eine tragfähige Beziehung auch in dieser neuen Lebensphase aufrechtzuerhalten.
Referentin: Annelie Gilles, examinierte Krankenschwester a.D.
Dozentin und Beraterin für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
Ein kostenloses Angebot der Busch-Stiftung (Seniorenhilfe) in Kooperation mit der Bergischen VHS.
Categories
Sessions
| Date | Zeit | Location |
|---|---|---|
| Mi, 07.10.2026 | 18:00 - 20:00 | Same as course |