Mythos Kanada. Die Musik des anderen Amerika
Territorial gesehen nimmt Kanada den größeren Teil des nordamerikanischen Kontinents ein, doch in seiner politischen Bedeutung und in seiner globalen Wahrnehmung steht es immer hinter den USA zurück. Dennoch spielt es für viele Menschen eine große Rolle, die im globalen Vergleich nach einem guten …
['Territorial gesehen nimmt Kanada den größeren Teil des nordamerikanischen Kontinents ein, doch in seiner politischen Bedeutung und in seiner globalen Wahrnehmung steht es immer hinter den USA zurück. Dennoch spielt es für viele Menschen eine große Rolle, die im globalen Vergleich nach einem guten Lebensort suchen. Im diesjährigen Seminar unserer Reihe „Politik und Musik“ erkunden wir das Wechselspiel von Musik, Politik und nationalen Erzählungen im kanadischen Kontext. Anhand ausgewählter Musikerinnen und Musiker betrachten wir nicht nur deren künstlerische Bedeutung, sondern auch ihre Rolle als politische Stimmen, die gesellschaftliche Themen aufgreifen und prägen. Dabei fragen wir, ob Kanada tatsächlich als Gegenentwurf zu den USA verstanden werden kann oder ob es sich hierbei um ein idealisiertes Bild handelt, das die komplexe Realität verkennt. Wir verfolgen die historische Entstehung dieses Mythos, der Kanada als Zufluchtsort und alternative Heimat erscheinen lässt, und analysieren, warum gerade hier für viele eine andere oder vermeintlich gelungenere Form des amerikanischen Traums sichtbar wird. Das Seminar verbindet musikgeschichtliche Einblicke mit politischer Analyse und eröffnet so eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie sehr nationale Identität und kulturelle Selbstwahrnehmung durch Musik geprägt und inszeniert werden.']
Categories
Sessions
| Date | Zeit | Location |
|---|---|---|
| Fr, 27.11.2026 | 14:30 - 19:00 | Same as course |
| Sa, 28.11.2026 | 09:00 - 17:00 | Same as course |