Operneinführung zu Giachino Rossini, „Guillaume Tell“ (27F89060)
Rossini – mehr als komische Opern!
Rossini, - denkt man da nicht an die leicht-luftigen Opern mit komischer Note ? Viele wissen vielleicht nicht, dass Rossini mehr ernste als lustige Opern geschrieben hat.
„Guillaume Tell“ - zu Deutsch „Wilhelm Tell“ - ist eine Oper aus dem seriösen Fach, und Rossini widmet sich diesmal dem Norden, dem Drama des sagenhaften Freiheitskampfes der Schweizer Eidgenossen mit ihrem legendären Helden Wilhelm Tell gegen die Bevormundung der Habsburger.
Die bekannte Geschichte vom Rütlischwur und Apfelschuss hat schon Friedrich Schiller 1804 gereizt, bevor Rossini seine Grand Opéra 1829 zu Papier brachte, jedoch mit interessanten Unterschieden zwischen Drama und Oper. Rossini wird mit seinem für Paris komponierten „Tell“ zum Pionier der französischen Oper: er durchbricht das traditionelle Muster der italienischen Nummernopern, in der sich Rezitativ mit Koloraturarien statisch abwechseln und fasst stattdessen freie dramatische Szenen zu größeren Einheiten zusammen. Naturdarstellung und Volksszenen werden symbolhaft und dramaturgisch geschickt für den Konflikt der Parteien genutzt- sind keineswegs optischer Selbstzweck, keine folkloristische Staffage.
„Guillaume Tell“ ist eine Ensemble- und Choroper, die die revolutionären Tendenzen des Jahrhunderts beispielhaft widerspiegelt.
Rothenberg, Tobias
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| Date | Zeit | Location |
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| Sa, 16.01.2027 | 15:00 - 17:15 | Same as course |