26.2-10208 Vor 100 Jahren: Das Ende der Zeche Hermann
Es waren nur zwanzig Jahre, die Selm von einem münsterländischen Bauerndorf mit rund 1700 Einwohnern zu einer Siedlung mit rund 12.000 Bewohnern veränderte: Es war die Zeit der Zeche Hermann, 1906 bis 1926.
Rita Weißenberg, aufgewachsen in Selm, studierte in den 80-er Jahren Geschichte und Sozialwissenschaften und erforschte nach ihrem Studium die Geschichte ihrer Heimatstadt von 1906 bis 1933. Dazu verließ sie sich nicht allein auf Quellen, sondern nutzte die mündliche Geschichtsschreibung. "Oral history", eine gerade in den 80-er Jahren etablierte wissenschaftliche Methode, wertet persönliche Erinnerungen und Erzählungen von Zeitzeugen als historische Quelle aus. So werden besonders die Alltagsgeschichte und die Perspektiven gesellschaftlicher Randgruppen in den Blick genommen. In einer Geschichtswerkstatt zeichnete Rita Weißenberg zusammen mit Augustin Upmann 1983-84 Berichte und Erinnerungen von damals noch lebenden Beifangern auf. Daraus entstand eine Ausstellung und das Buch "Uns wurde nichts geschenkt", das 1985 und in zweiter Auflage 2012 publiziert wurde. Anlässlich der Schließung der Zeche vor 100 Jahren wird die Autorin noch einmal auf die Zechengeschichte eingehen.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 08:30 bis 12:30 Uhr
Montag bis Dienstag von 14:00 bis 15:30 Uhr
Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
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| Date | Zeit | Location |
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| Mi, 30.09.2026 | 18:00 - 19:30 | Same as course |