B1215 Ausstellung: Kinder, die nicht zählten. Das zentrale Entbindungs- und Abtreibungslager für Westfalen in Waltrop-Holthausen Koop mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen
Auf 26 Ausstellungstafeln wird auf das Schicksal einer lange vergessenen und verdrängten, zahlenmäßig jedoch ausgesprochen großen Opfergruppe der NS-Zeit aufmerksam gemacht: Die Gruppe der Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen.
Am Beispiel des Entbindungs- und Abtreibungslagers in unserer Nähe, in Waltrop-Holthausen, werden die Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder thematisiert. Die meisten kamen aus Polen, der UdSSR und der Ukraine. Die meisten der Zwangsarbeiterinnen waren selbst noch Heranwachsende, z.T. Kinder. Sie mussten in der Industrie – hier in den Zechen –, aber auch in der Landwirtschaft, in Privathaushalten meist unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften. Kaum ein Bereich, in dem es keine Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter gab. Sie waren sozusagen überall präsent.
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