AO0125 Erinnern statt Vergessen - Demokratie braucht wehrhafte und aktive Demokraten

Erhalt, Bestand und Ausgestaltung der freiheitlich-demokratische Grundordnung in der bunten Republik Deutschland sind keineswegs jederzeit agierende Selbstläufer. Dabei ist allein der Blick auf Populismus und Radikalisierung – welcher Art Couleur und Glaubensrichtung auch immer – kaum ausreichend.
Die gesellschaftliche demokratiefeindliche Erosion erfolgt meist in der Mitte und aus der Mitte heraus infolge einer sich verfestigenden liberalen Schattenwelt, die kaum mehr als den Schein eines freiheitlich-demokratischen Konsens und diskursive Offenheit zu vermitteln in der Lage, wenn auch redlich bemüht ist. Es ist ein schleichender – und die seit Jahrzehnten bekannten, jedoch nicht immer bewährten Grundstrukturen der Gemeinschaft zersetzender Prozess – mit inzwischen erschreckender und offenkundiger Nachhaltigkeit mit Überhang zu bedrohlichen Kipppunkten der Demokratie.
Erinnern sowohl mit Blick auf die deutsche Wiedervereinigung als auch in historischer Perspektive – statt Vergessen oder Verdrängen – kann dazu beitragen, liberal orientierte Rechtsstaatlichkeit ausgewogen zu hinterfragen und zugleich handlungsorientiert gerecht zu optimieren.
Demokratie gestalten ist eben nicht das Einfache, das leicht zu machen ist.
Die mittlerweile in Bayern und darĂĽber hinaus vielerorts verstetigte Lange Nacht der Demokratie am Vorabend der Wiedervereinigung ist ein respektabler Markstein, sich der Chancen und Risiken fĂĽr die Demokratie in Deutschland nicht zuletzt auch auf Erfahrungsgrundlage und im streitbaren Mit- und nicht Gegeneinander zu vergewissern.

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Date Zeit Location
Fr, 02.10.2026 16:30 - 18:00 Same as course
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Starts 02.10.2026
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Date & Time
Fr, 02.10.2026
16:30 - 18:00
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Wo:
Zeughausstr. 1, Amberg
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