262-11103 Hermann Hesse auf den Spuren von Franz von Assisi
Hermann Hesse war sein Leben lang von der Gestalt des Heiligen Franziskus fasziniert. Ihn beeindruckte dessen naturgebundene Frömmigkeit und sein radikaler Verzicht auf jede Form von Besitz als Voraussetzung für die Begegnung mit dem Göttlichen im Alltag. Angeregt durch die Lektüre der erfolgreichen Biographie des Heiligen, vom calvinistischen Gelehrten Paul Sabatier verfasst, schrieb er auch ein lebendiges Portrait von Franziskus, den er als einen Vorreiter der Renaissance betrachtete; hinzu stellte er in einer umfangreichen Buchbesprechung den deutschen Lesern eine neue Übersetzung der Blümlein vor, einer im späten 14. Jahrhundert entstandenen Sammlung von Taten und Gesprächen des Heiligen und seiner engsten Mitbrüder. Um das Gesamtbild von Franziskus bei Hesse zu ergänzen, werden Ausschnitte aus den Tagebüchern des Schriftstellers über seine Aufenthalte in Assisi und in den franziskanischen Ortschaften in Italien gelesen und erläutert.
Dr. Fabrizio Brena ist Lehrbeauftragter für Lateinische Literatur an der Universität Tübingen, langjähriger Kursleiter für Italienische Sprache an der vhs Nürtingen und hat in der oberitalienischen Stadt Bergamo Vorträge und Führungen über die Reisen von Hermann Hesse nach Bergamo und in der Lombardei gehalten.
Sessions
| Date | Zeit | Location |
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| Mo, 23.11.2026 | 19:00 - 20:30 | Same as course |