I1204 Warum Verschwörungserzählungen verfangen: Psychologie, Gesellschaft und der Streit um Wahrheit
Verschwörungserzählungen sind kein Randphänomen, sondern Ausdruck tief verankerter
psychologischer und gesellschaftlicher Mechanismen. In Zeiten von Krisen, Unsicherheit und
beschleunigtem Wandel bieten sie scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Zusammenhänge.
Gerade dadurch können sie Vertrauen untergraben, Polarisierung verstärken und demokratische
Diskurse belasten.
Die Veranstaltung beleuchtet Verschwörungserzählungen aus soziologischer, psychologischer und
neurowissenschaftlicher Perspektive. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach den Bedürfnissen, Ängsten
und Denkmechanismen, die ihre Attraktivität erklären, sowie nach den gesellschaftlichen
Bedingungen, die ihre Verbreitung begünstigen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Klimawandelleugnung als exemplarischem Fall. An ihr wird deutlich,
wie wissenschaftliche Erkenntnisse abgewehrt, Zweifel systematisch verstärkt und alternative
Wirklichkeitsdeutungen stabilisiert werden – und warum Menschen geneigt sind, solchen Erzählungen
Glauben zu schenken.
Ziel der Veranstaltung ist es, Hintergründe zu verstehen, Mechanismen zu erkennen und die eigene
Urteilsfähigkeit im Umgang mit umstrittenen Wahrheitsansprüchen zu stärken.
Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 08:30 bis 12:30 Uhr
Montag, Dienstag von von 14:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
Terminabsprachen darüber hinaus möglich
Categories
Sessions
| Date | Zeit | Location |
|---|---|---|
| Mo, 23.11.2026 | 18:30 - 20:00 | Same as course |