262-2022 August Mackes Tunis-Reise von 1914
Ein Glücksfall für die Kunstgeschichte
Gemeinsam mit den Schweizer Künstlern Paul Klee und Louis Moilliet unternahm August Macke vom 6. bis zum 22. April 1914 eine Reise nach Tunesien, die als „Glücksfall für die Kunstgeschichte“ gilt. Während dieser 14tägigen Rundreise fertigten die drei eine Vielzahl von Zeichnungen und Aquarellen an. Etliche davon wurden für Macke bei seiner Rückkehr nach Hilterfingen in der Schweiz zu Inspirationsquellen für berühmt gewordene Gemälde wie das „Türkische Café I und II“.
Einerseits faszinierte Macke vor allem die für europäische Augen fremdartige Kleidung der männlichen Bevölkerung, andererseits schlug sich der intensive Arbeitsaustausch mit Paul Klee in seiner eigenen Bildgestaltung nachhaltig nieder. Beide Künstler gerieten in einen wahren Schaffensrausch.
Gemeinsam mit Moilliet, der Tunesien schon vorher bereist hatte und quasi als Reiseleiter für die anderen fungierte, trugen sie mit ihren damals realisierten Werken zu einem neuen Orientbild in der Kunst bei.
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