BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//Kursfinder//Course Calendar//EN
X-WR-CALNAME:Stefanie Schüler-Springorum: Unerwünscht – Die westdeutsc
 he Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:Stefanie Schüler-Springorum: Unerwünscht – Die westdeutsche De
 mokratie und die Verfolgten des NS-Regimes
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20260430T190000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20260430T211500
DTSTAMP:20261102T220927Z
UID:e68cb38d-44d6-427a-b636-571696a40e6b-single@kursfinder
DESCRIPTION:Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Mahn- und Gedenkstä
 tte Steinwache und dem Dortmunder Stadtarchiv Die renommierte Historikern 
 Stefanie Schüler-Springorum stellt erstmals die westdeutsche Nachkriegsge
 sellschaft aus Sicht der Menschen dar\, die im Nationalsozialismus verfolg
 t wurden. Damit erzählt sie eine bislang weitgehend ausgeblendete Geschic
 hte. Sie schildert die Erfahrungen von überlebenden Juden und Sinti und R
 oma\, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil 
 Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Es gab nach 1945 nicht w
 eniger Antisemitismus und Rassismus\, nicht weniger Hass auf Homosexuelle 
 als während des NS\, sondern wahrscheinlich sogar mehr. So war die Rede v
 on “marodierenden” befreiten Osteuropäern\, wenn es um ehemalige Zwan
 gsarbeiter ging\, oder von “feilschenden” jüdischen DPs auf dem Münc
 hner Schwarzmarkt. Sinti und Roma waren während des Nationalsozialismus l
 ückenlos registriert worden. Die 30.000 Namen umfassende Kartei wurde in 
 der Bundesrepublik weiter für polizeiliche Maßnahmen verwendet. Auch Hom
 osexuelle wurden weiterhin strafrechtlich verfolgt\, bis 1969 auf Grundlag
 e des § 175 in der Fassung von 1935. Das gängige Bild von der gelungenen
  Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen
  Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen\, dass der Hass und d
 ie Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden\, sie waren tief im 
 Denken der Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute. Prof. Dr. St
 efanie Schüler-Springorum ist seit 2011 Direktorin des Zentrums für Anti
 semitismusforschung an der TU Berlin sowie seit 2012 Ko-Direktorin des Sel
 ma-Stern-Zentrums für jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Zuvor arbeite
 te sie bei der Stiftung Topographie des Terrors und leitete von 2001 bis 2
 011 das Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. Ihre 
 zentralen Themen sind die jüdische\, die deutsche und die spanische Gesch
 ichte im 19. und 20. Jahrhundert.
URL:https://eulenkurse.de/courses/e68cb38d-44d6-427a-b636-571696a40e6b/
END:VEVENT
END:VCALENDAR
