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X-WR-CALNAME:"Aus Rußland bekam sie den Witwenschleier". Der Briefwechsel
  meiner Großeltern 1939 - 1943
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SUMMARY:"Aus Rußland bekam sie den Witwenschleier". Der Briefwechsel mein
 er Großeltern 1939 - 1943
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DESCRIPTION:['Derzeit ist die bereits alternde (zweite und dritte) Nachkri
 egsgeneration mit ihren Familienrecherchen zugange und mit jeder neu präs
 entierten familiengeschichtlichen Erzählung werden Fanatismus\, Normalit
 ät und Verstrickung der Deutschen in ihr faschistisches Regime schmerzvol
 l offenbart. Zuletzt hatte die Online-Öffnung der NSDAP-Mitgliederkartei 
 in den USA der familienhistorischen Forschung noch einmal Schwung verliehe
 n. \\n\\nAuch der historische Schatz von 1500 erhaltenen Feldpostbriefen s
 einer Großeltern\, den der Historiker und Publizist Friedrich Burschel du
 rchgearbeitet hat\, ist ein Zeugnis gleichzeitig deutscher Hybris und Klei
 nkariertheit\, die in die Katastrophe führten. Diese Zeugnisse erfuhren d
 anach eben nicht die notwendige wissenschaftliche Durchdringung\, die den 
 Namen "Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit" verdienen würde. Das Bes
 chweigen oder Beschönigen eigener Verantwortung und familiärer Verstrick
 ung dauert bis heute an und wirkt sich fatal auf eine Gesellschaft aus\, d
 ie sich anschickt\, fast 100 Jahre später\, zu neuem Größenwahn sich au
 fzuschwingen.\\n\\nDie "Aufarbeitung" dieser Vergangenheit ist die Vorauss
 etzung eines antifaschistischen "Nie wieder": das Hauptaugenmerk liegt dab
 ei auf den Betroffenen deutscher antisemitischer\, rassistischer und krieg
 erischer Vernichtungspolitiken und auf dem Herausarbeiten antifaschistisch
 er\, widerständiger und humanistischer Traditionslinien. Aber auch der Bl
 ick auf die Täter:innen lohnt sich\, erschüttert manche erinnerungspolit
 ischen Hilfskonstruktionen und setzt viele Deutsche in oft unbehagliche fa
 miliäre Kontexte. \\n\\nBurschels Vortrag lädt nach der familienhistoris
 chen Reise zu einer erinnerungspolitischen Diskussion ein und berichtet vo
 n seinen Erfahrungen mit dieser Art persönlicher "Aufarbeitung". \\n\\nZu
 r Kursleitung: Friedrich Burschel hat Geschichte und Politik studiert. Er 
 arbeitete anderthalb Jahrzehnte als Referent zu Neonazismus und Strukturen
 /Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS). 
 Er hat zahlreiche einschlägige Bücher herausgegeben\, u.a. "Das faschist
 ische Jahrhundert. Neurechte Diskurse zu Abendland\, Identität\, Europa u
 nd Neoliberalismus" und "Rechte Ränder. Faschismus\, Gesellschaft und Sta
 at" (mit Gideon Botsch\, Christoph Kopke und Felix Korsch). \\n'\, '']
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