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X-WR-CALNAME:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitra
 g zum Artenschutz
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SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
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 898@kursfinder
DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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BEGIN:VEVENT
SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
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DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
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DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
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 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
LOCATION:Wo:\, Balingen
URL:https://eulenkurse.de/courses/789195af-e742-43e9-87ba-af9938eb539c/
END:VEVENT
BEGIN:VEVENT
SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261112T180000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20261112T193000
DTSTAMP:20261102T220508Z
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 2ba@kursfinder
DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
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 b94@kursfinder
DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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  Artenschutz
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DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
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DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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URL:https://eulenkurse.de/courses/789195af-e742-43e9-87ba-af9938eb539c/
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BEGIN:VEVENT
SUMMARY:BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum
  Artenschutz
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20261210T180000
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 349@kursfinder
DESCRIPTION:Der globale\, nationale und lokale Verlust an Biodiversität i
 st eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-W
 ürttemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Ar
 ten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – M
 ein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dez
 ember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:\nDo\, 08.10
 .2026\, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung de
 r Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften\, Dr. Demetra Rakosy\, Dr. An
 nette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nDo\, 15.10.2026\, 18 Uh
 r: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gem
 einsam erfassen\, Nadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkundemuseum Stut
 tgart\, und Beatrice Kämpf\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
 \nDo\, 22.10.2026\, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNatu
 ralist und Observation.org\, Alexander Franzen\, Masterstudent Universitä
 t Göttingen\nDo\, 29.10.2026\, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-W
 ürttemberg\, Petra Groß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. U
 mweltanwendungen\, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nDo
 \, 05.11.2026\, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitoring
 s in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Tre
 nd und darüber hinaus\, Dr. Tobias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher A
 vifaunisten e.V. (DDA)\nDo\, 12.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mi
 ttelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum\, Amelie Höcherl\, Staatlic
 hes Museum für Naturkunde Stuttgart\nDo\, 19.11.2026\, 18 Uhr: Citizen Sc
 ience: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\, Anna Klopstock
 \, Universität Freiburg\nDo\, 26.11.2026\, 18 Uhr: Flora incognita – me
 hr als Pflanzenbestimmung\, Dr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme und Gesellschaft“\nDo\, 
 03.12.2026\, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und 
 Naturschutz\, Robert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nDo\, 10
 .12.2026\, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bür
 gerforschungsprojektes FLOW\, Roland Bischof\, Projektkoordination FLOW\, 
 Deutscher Angelfischerverband e.V.\nEine Veranstaltung im Rahmen des Sonde
 rprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg\,
  kostenfrei!\nFormat: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in 
 einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter 
 Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertra
 gen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die\nVeran
 staltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).\nDonnersta
 g\, 08. Oktober 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science im Biodiversitätsmonitorin
 g: Erfassung der Bestäuberdiversität in\nAgrarlandschaften\nDr. Demetra 
 Rakosy\, Dr. Annette Herz\, Thünen-Institut für Biodiversität\nCitizen 
 Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der\
 nbiologischen Vielfalt dar\, da sie die Erhebung großräumiger und langfr
 istiger Datensätze\nermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der
  biologischen Vielfalt in\nAgrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansä
 tze insbesondere bei der bundesweiten\nErfassung von Wildbienen sowie weit
 eren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum\nEinsatz. Dabei setzen die P
 rojekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf\nneu entw
 ickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinne
 n und\nBürgern\, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie d
 ie Umsetzung\ngeeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen 
 die Generierung einer\nbelastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entw
 icklung von Wildbienen und anderen\nInsekten in Agrarlandschaften sowie\, 
 in Kombination mit Landnutzungs- und\nLandschaftsdaten\, die Identifikatio
 n der Faktoren\, die ihre Bestände beeinflussen.\nGleichzeitig fördern d
 ie vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die\nges
 ellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlands
 chaften. Die\ngewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichti
 gen Beitrag zur\nevidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodivers
 itätsschutzes und der nachhaltigen\nAgrarpolitik.\nDr. Demetra Rakosy pro
 movierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von\nwildbiene
 nbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für\nUmweltfor
 schung tätig\, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung
  auf\nPflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am
  Thünen Institut für\nBiodiversität\, Braunschweig\, die AG Wildbienen-
 Monitoring in Agrarlandschaften.\nDr. Annette Herz promovierte in Forstent
 omologie zur Bedeutung von natürlichen\nGegenspielern bei der Regulierung
  von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren\,\naktuell leitend
  im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut f
 ür\nbiologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dos
 senheim) tätig.\nForschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung\, För
 derung und Verwendung von\nNützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit 
 dem Fokus auf den hymenopteren\nParasitoiden und den Schwebfliegen\, die A
 usarbeitung von agrarökologischen Methoden zur\nihrer Förderung und Entw
 icklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive\nund neua
 rtige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellscha
 ft für\nallgemeine und angewandte Entomologie.\nDonnerstag\, 15. Oktober 
 2026\, 18 Uhr\nJeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Wür
 ttemberg gemeinsam\nerfassen\nNadine Hammerschmidt\, Staatliches Naturkund
 emuseum Stuttgart\, und Beatrice Kämpf\,\nLandesanstalt für Umwelt Baden
 -Württemberg\nSeit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Nat
 urkunde Stuttgart und die\nLandesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (L
 UBW) gemeinsam die „Landesweite\nArtenkartierung – Amphibien und Repti
 lien“ in Baden-Württemberg\, unterstützt von\nNaturschutzverbänden un
 d zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel\ndes Proj
 ekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und\nR
 eptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insb
 esondere Arten\nder Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie\, für die regelmäßig
  Daten zum Erhaltungszustand an die\nEuropäische Union berichtet werden m
 üssen\; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten\nsystematisch berücksi
 chtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet\nund bi
 lden eine wichtige Grundlage für Naturschutz\, Planung und Biodiversität
 sforschung in\nBaden-Württemberg.\nNadine Hammerschmidt studierte Biologi
 e an der Uni Hohenheim\, danach freie Mitarbeit\nbei Gutachterbüros\, Dip
 lomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg\,\nVolontari
 at am SMNS-Herpetologie\, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.\nBea
 trice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Päd
 agogischen\nHochschule in Karlsruhe\, Forschungsprojekt Neotene Teichmolch
 e. Weiterhin studentische\nMitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023
  bei der LUBW im Sachgebiet 25.1\nArtenschutz – zuständig für LAK Amph
 ibien und Reptilien\, Libellen und Invasive Arten\nDonnerstag\, 22. Oktobe
 r 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und 
 Observation.org\nAlexander Franzen\, Masterstudent Universität Göttingen
 \nDie internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observat
 ion.org haben sich\nin den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Ins
 trument zur digitalen Erfassung der\nglobalen Biodiversität entwickelt. D
 er Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider\nPlattformen\, 
 die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.\n
 Chancen\, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschun
 g\,\nNaturschutz und Bildung werden diskutiert.\nAlexander Franzen studier
 t aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology\, Evolution &\nConserva
 tion an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteil
 igt er\nsich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagie
 rt sich als\nehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Ar
 beit beschäftigt sich mit den\nEffekten von Klima- und Landnutzungswandel
  auf die Biodiversität in der Steppe\nKasachstans.\nDonnerstag\, 29. Okto
 ber 2026\, 18 Uhr\nDigitale Artensammlung in Baden-Württemberg\nPetra Gro
 ß\, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß\, Ref. Umweltanwendungen\, Land
 esanstalt\nfür Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)\nSeit 2013 besteht die M
 öglichkeit\, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg\neinfach und
  unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung 
 zu\nübermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und
  zum Naturschutz zu\nleisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über 
 die Jahre aufgebaut wurde und welche\ntechnischen Entwicklungen und Funkti
 onen hierfür zur Verfügung stehen\, wird vorgestellt.\nPetra Groß: Die 
 Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit 
 den\nSchwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz\, Landschaf
 tsplanung. Die fachliche\nBetreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bes
 tandteil ihrer Tätigkeit.\nIris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem 
 Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau\nLeichtweiß nach verschiedenen
  Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als\nProjektleiterin in der 
 LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen\nund d
 er Meine Umwelt App\, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform in
 tegraler\nBestandteil.\nDonnerstag\, 05. November 2026\, 18 Uhr\nAktueller
  Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-\nWür
 ttemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus\nDr. Tob
 ias Erik Reiners\, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)\nDas ehre
 namtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für 
 die\nErfassung von Bestandsentwicklungen\, die Bewertung des Zustands der 
 biologischen Vielfalt\nund die Erfüllung nationaler wie internationaler B
 erichtspflichten im Naturschutz. Der\nDachverband Deutscher Avifaunisten e
 .V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit\neinzigartiges\, mehrstufiges 
 Monitoring-System\, das systematische Erfassungsprogramme\nmit großskalig
 en Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring\nh
 äufiger Brutvögel (MhB)\, seltener Brutvögel (MsB)\, rastender Wasserv
 ögel (MrW) sowie der\nBrutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch 
 das Vogelmonitoring in\nSchutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobac
 htungen über die Meldeplattform\nornitho.de\, die inzwischen mehr als 107
  Millionen Beobachtungen von über 60.000\nregistrierten Nutzerinnen und N
 utzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend\nEhrenamtliche b
 undesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.\nDr. Tobias Erik Rein
 ers ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des\nDachverbands D
 eutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner\n
 Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Se
 nckenberg\nForschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie un
 d Naturschutz tätig. Dort\nbefasste er sich unter anderem mit der Natursc
 hutzgenetik von Feldhamster\, Luchs\,\nWildkatze\, Wolf und Braunbär. Ehr
 enamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium\nin der Hessische
 n Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)\, deren\nehre
 namtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.\nDonnerstag\, 12. Novemb
 er 2026\, 18 Uhr\nCitizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Ta
 pinoma magnum\nAmelie Höcherl\, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttg
 art\nWie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württe
 mbergs? Die Große\nDrüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Top
 fpflanzen importiert und ist\nmittlerweile weit verbreitet\, möglicherwei
 se begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres\nKlima. Mit ihren riesi
 gen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche\nInfrastrukt
 uren beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir dies
 e\nHypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen\, Wissensch
 aftler*innen und\nPädagog*innen. Ein Beispiel\, wie Citizen Science dazu 
 beiträgt\, drängende Umweltprobleme\nzu verstehen.\nAmelie Höcherl hat 
 Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert\nund
  im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dies
 er Zeit hatte\nsie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists\, die in
  meiner Forschung eine wichtige\nRolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am 
 Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart\, unter\nanderem im Tapinoma-
 Projekt\, vor allem in der Kommunikation\, Pressearbeit und in den\nCitize
 n Science-Projekten.\nDonnerstag\, 19. November 2026\, 18 Uhr\nCitizen Sci
 ence: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen\nAnna Klopstock\,
  Universität Freiburg\nIm Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität 
 auf Golfanlagen untersucht und durch\ngezielte Aufwertungsmaßnahmen gefö
 rdert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige\nausgewählter Anlagen 
 ein\, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die\nNisthilfe
 n enthielten Röhren\, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anleg
 ten. Jede:r\nFreiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über d
 ie Saison standardisiert anhand\nvon Fotos und Zählungen\, wie viele Brut
 zellen sichtbar waren und welche Arten oder\nArtengruppen die Nisthilfe nu
 tzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei\nder Erke
 nnung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine m
 öglichst\nnicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im L
 abor auszubrüten\, sollte die\nBestimmung soweit möglich im Feld erfolge
 n. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer\nanhand von Fotos möglich ist
 \, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung\,\nBrutaktivit
 ät und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
 \nund ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten
  und mehr\nBrutzellen etablierten.\nAnna Klopstock erforschte in ihrem Leh
 ramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl\ndie Ökologie und Diversi
 tät von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen\nSammlung des B
 otanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der\
 nALU Naturschutz und Landschaftsökologie\, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexan
 dra Klein.\nDonnerstag\, 26. November 2026\, 18 Uhr\nFlora incognita – m
 ehr als Pflanzenbestimmung\nDr. Michael Rzanny\, MPI für Biogeochemie\, F
 orschungsgruppe „Biodiversität\, Ökosysteme\nund Gesellschaft“\nMit 
 Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisc
 h bestimmt\nwerden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr!
  In diesem Vortrag erfahren\nSie\, wie die App funktioniert\, lernen Tipps
  und Tricks für eine genauere Bestimmung und\nbekommen Einblicke in die F
 orschungsarbeiten\, die für die Entwicklung der App nötig waren\nund ler
 nen welche wissenschaftlichen Fragestellungen\, dank der Beobachtungsdaten
  von\nuns nun beantwortet werden können.\nDr. Michael Rzanny erlangte sei
 n Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität\nJena (Botanik
  und Ökologie)\, er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität i
 n\nTiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FS
 U Jena\, seit 2014\nist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Bio
 geochemie in der Forschungsgruppe\n„Biodiversität\, Ökosysteme und Ges
 ellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.\nDonnerstag\, 03. D
 ezember 2026\, 18 Uhr\nCitizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- un
 d Naturschutz\nRobert Pfeifle\, Naturschutzbund Baden-Württemberg\nCitize
 n Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitra
 g zur\nDatenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissensc
 haftliche Erkenntnis\nhinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkeru
 ng das gesellschaftliche Bewusstsein für\ndie biologische Vielfalt und f
 ördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt\nanhand a
 ktueller Beispiele auf\, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwickl
 ungen\ndokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln könne
 n.\nRobert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemb
 erg und konnte\nim Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Ci
 tizen Science-Daten den\nSchutz und die Förderung der Art in Baden-Württ
 emberg voranbringen. Neben seinem\nHauptinteresse für Fledermäuse hat er
  im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen\nScience-Meldeaktion zur No
 sferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer\nder Arb
 eitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Rober
 t Pfeifle\nfür die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und 
 kartiert selbst Fledermäuse\,\nDungkäfer und totholzbewohnende Käfer.\n
 Donnerstag\, 10. Dezember 2026\, 18 Uhr\nMonitoring kleiner Fließgewässe
 r am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW\nRoland Bischof\, Projek
 tkoordination FLOW\, Deutscher Angelfischerverband e.V.\nDie Fließgewäss
 er in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
 \n1/2 Mio. Kilometer\, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel du
 rch offizielles Monitoring\nerfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig au
 f größere Flüsse wie Elbe\, Rhein und Donau\,\ndie entsprechend der EU-
 Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und\nchemischen Zu
 stand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informatione
 n\njedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobach
 ten und erfassen\nGruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standar
 disierten Methoden die\nGewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinsc
 haft in kleinen Bächen. Indem sie\ndiese wertvollen Daten erfassen\, leis
 ten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur\nBeurteilung der Gewäss
 ergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und\nder G
 efährdung kleiner Fließgewässer.\nRoland Bischof studierte Biologie an 
 der Universität Jena\, arbeitete im Planungsbüro und\nam Helmholtz-Zentr
 um für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für\nAg
 rarforschung und Bildung\, 2017-2024 \, zuerst an der Universität Jena\, 
 seit 2025 als\nProjektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e
 .V.
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