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X-WR-CALNAME:Justiz und NS-Vergangenheit: ein Essener Fall \n– Bernd Sch
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SUMMARY:Justiz und NS-Vergangenheit: ein Essener Fall \n– Bernd Schmalha
 usen über Aufarbeitung\, Korpsgeist und die deutsche Nachkriegsjustiz
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DESCRIPTION:Anmeldung möglich\n\nAuch die deutsche Nachkriegsjustiz hat s
 ich mit ihrer NS-Vergangenheit lange schwergetan. Die ersten Jahrzehnte de
 r Bundesrepublik waren geprägt von personellen Kontinuitäten innerhalb d
 er Gerichte und Staatsanwaltschaften. Strafverfahren gegen ehemalige NS-Ju
 risten verliefen häufig im Sande\, und in vielen Behörden blieben die au
 fgehängten Porträts früherer Amtsträger an ihrem Platz\, ohne dass der
 en Rolle vor 1945 hinterfragt wurde. Wie dieses Muster im Konkreten wirkt\
 , zeigt Bernd Schmalhausen am Beispiel des Landgerichts Essen. Der ehemali
 ge Essener Staatsanwalt schildert den monatelangen Streit um die Entfernun
 g eines Gemäldes aus der Galerie der Gerichtspräsidenten\, das einen Amt
 sinhaber mit nachweisbarer Rolle im NS-Justizapparat zeigte.\nÜber Jahre 
 verzögerte die Justizverwaltung eine Entscheidung\, verwies auf Zuständi
 gkeiten und auf die historische Einordnung als Aufgabe späterer Forschung
 . Aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist ein anderer Vorgang: Vor 25 J
 ahren stieß eine geplante Gedenktafel für ermordete jüdische Richter un
 d Rechtsanwälte in Teilen der Essener Justiz auf erheblichen Widerstand. 
 Was sich hier abspielte\, liest Schmalhausen als Fallstudie für ein bunde
 sweit wiederkehrendes Verhaltensmuster der Justiz nach 1945.\nWie schwer e
 s deutschen Behörden fiel\, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten\, lässt
  sich an wenigen Bildern und Tafeln präziser nachvollziehen als in vielen
  historischen Übersichtsdarstellungen. Der Abend führt entlang dieser Es
 sener Spuren und zeigt\, was sich an ihnen über die bundesdeutsche Justiz
 geschichte ablesen lässt.\nÜber den Referenten:\nBernd Schmalhausen stud
 ierte Jura an der Universität Münster und wurde dort mit einer Dissertat
 ion zum Polizeirecht promoviert. Anschließend arbeitete er als Staatsanwa
 lt in Essen. Daneben beschäftigte er sich mit justizhistorischen Themen\,
  vornehmlich mit NS-Justizverbrechen und Fragen der Vergangenheitsbewälti
 gung durch die deutsche Nachkriegsjustiz. Schmalhausen publizierte Biograf
 ien des Malers Max Liebermann\, des jüdischen Arztes Rolf Bischofswerder 
 und des nordrhein-westfälischen Justizministers Josef Neuberger. Ferner v
 eröffentlichte er eine Studie zur Rolle des späteren Krupp-Generalbevoll
 mächtigten Berthold Beitz als Retter jüdischer Zwangsarbeiter.\nIn Koope
 ration mit dem VVN-BdA Essen
LOCATION:VHS\, Raum 1.02\, Essen
URL:http://eulenkurse.de/courses/6e12ff03-23cd-4aae-8065-76cb2d2a95bb/
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